URSULA - KUHR - SCHULE

 

 

Baustein I:    Arbeitslehre / Wirtschaft-Unterricht

Die Verbindung von theoretischen Grundlagen und des für die SchülerInnen relevanten eigenen Lebensumfelds ist die Grundlage dieses Unterrichts. Die SchülerInnen nehmen an praktischen Erkundungen in Handels- und Marktstätten teil und erwerben wichtige Grundkenntnisse der Marktwirtschaft. In den höheren Jahrgangstufen steht die Lebensplanung im Vordergrund. Die SchülerInnen erlernen die notwendigen Basisqualifikationen für ein selbstständiges Leben wie Kontoführung und Bankgeschäfte, Prävention vor Überschuldung, insbesondere die „Handyfalle“ und rechtliche Grundlagen beim Unterzeichnen von Verträgen. Hierzu besuchen die SchülerInnen entsprechende Institutionen, wo sie von ExpertInnen informiert werden. Dies geschieht vor dem Hintergrund, die SchülerInnen ausbildungsreif und „lebenstüchtig“ zu entlassen.

Baustein II:   Der Berufswahlpass

Er wird gemeinsam mit SchülerInnen, Eltern, LehrerInnen und Schulleitung eingeführt. Der Berufswahlpass wird an der UKS als Portfolioinstrument der Berufs- und Studienorientierung eingesetzt. Er ist persönlicher Begleiter der SchülerInnen durch den gesamten Prozess der Berufsorientierung und wirkt als Instrument zur Förderung der Lernfähigkeit. Er dient den Schülern und Schülerinnen als Instrument zur Planung und Steuerung des Übergangs in die Berufs- und Arbeitswelt und ermöglicht es den SchülerInnen, ihr Lernen eigenverantwortlich organisieren zu lernen, sich ihr Kompetenzprofil bewusst zu machen, die erworbenen Kompetenzen auszuwerten und zu dokumentieren. Der Berufswahlpass dient als ganz individuelle und persönliche Sammelmappe, die, begleitend ab Jahrgangsstufe 7, auch besonders zum Profil passende Arbeiten aus anderen Unterrichtsfächern und Lebensbereichen aufnimmt und bei Bewerbungsgesprächen vorgelegt werden kann. 

Baustein III:  Die Zukunftskonferenzen

Die KlassenlehrerInnen der Jahrgangsstufen 8 und 9 laden alle SchülerInnen zweimal im Schuljahr mit den Eltern zusammen ein und sprechen über den beruflichen Werdegang der Jugendlichen. In der Jahrgangsstufe 8 stehen berufliche Orientierung, die eigenen Fähigkeiten und die realistische Verknüpfung dieser beiden Komponenten im Vordergrund.

In Jahrgangsstufe 9 konkretisieren sich die Gespräche und die SchülerInnen planen vor der Zukunftskonferenz den Gesprächsverlauf eigenständig mit. Ein Coach übernimmt die Gesprächsführung, um den Akteuren ihre jeweilige Rolle zu lassen: Schüler-Eltern-Lehrer. Es werden jeweils schriftlich Zielvereinbarungen mit den SchülerInnen getroffen, die wiederum im Berufswahlpass dokumentiert werden.

In Jahrgangsstufe 10 finden die Zukunftskonferenzen im Block statt. Die Teilnahme der Eltern ist gewünscht, aber freiwillig. Die Überleitung zur konkreten Handlungsebene steht nun im Vordergrund: „Motivation zur Aktion"!

Jedes Halbjahr kommt ein Vertreter der Berufsberatung für alle Schüler und Schülerinnen der Stufe 10 in die Schule. An den Gesprächen nehmen die SchülerInnen, die KlassenlehrerInnen und die Schulsozialarbeiterin teil, um eine optimale Verzahnung der einzelnen Teilbereiche zu gewährleisten. Eltern sind willkommen an den Terminen teilzunehmen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, weitere Termine in der Agentur für Arbeit zu vereinbaren. Absprachen finden zwischen Vertreten des Berufswahlteams und dem Berater der Agentur für Arbeit persönlich, fernmündlich oder schriftlich statt.

Über die Berufsberatung erfolgt auch die Vermittlung der Schülerinnen und Schüler, die auf direktem Weg nicht in eine Ausbildung vermittelt worden sind oder eine weiterführende Schule besuchen.

Dieser Prozess wird im Berufswahlpass dokumentiert.

Baustein IV: Die Praktika

Betriebspraktika: In den Jahrgangsstufe 9 und 10 absolvieren unsere Schüler und Schülerinnen je drei Wochen, in der Stufe 8 zwei Wochen, ein Praktikum in einem Ausbildungsbetrieb, um nach vorheriger Beratung in den Zukunftskonferenzen und durch die Agentur für Arbeit, die mit Hilfe einer Potenzialanalyse entwickelten Berufswünsche zu erproben und einen guten Einblick in die Ausbildungs- und Arbeitswelt zu erhalten.

Die Klassenleitungen begleiten alle Praktika engmaschig.

Baustein V: Projekte

Mehrere Projekte, die auch von externen Partnern unterstützt werden, helfen den Jugendlichen dabei, Entscheidungen für ihre Zukunft zu treffen. Alle Projekte werden auf einer eigenen Unterseite "Beruf \ Projekte"  aufgeführt.

Baustein VI: Externe Partner

Berufseinstiegsbegleiter

Sie stoßen die Türen zur Ausbildung auf. Sie kümmern sich sehr individuell um maximal 20 SchülerInnen, die die Basis-kompetenzen mitbringen und einen Impuls brauchen. Mit ihnen gestalten sie gemeinsam den Einstieg in den Beruf. Sie sind die ständigen Ansprechpartner, die die SchülerInnen begleiten und motivieren.

Betriebserkundungen

IKEA als Partnerbetrieb der UKS bietet für ausgewählte, interessierte SchülerInnen eine zielgerichtete Betriebsführung an. Dabei lernen sie das Unternehmen und die Ausbildungsberufe und die jeweiligen Anforderungen an zukünftige Auszubildende kennen. Im Anschluss können die SchülerInnen sich um Praktikumsplätze bewerben.

Baustein VII: Individuelle Bewerbungshilfen 

Die Schulsozialarbeiterin bietet SchülerInnen der Jahrgangsstufen 9 und 10 an bestimmten Tagen die Möglichkeit, den individuellen Bewerbungsprozess zu unterstützen. Bewerbungsmappen erstellen, Arbeitgeber kontaktieren, Vorstellungsgespräche einüben und die motivierende emotionale Unterstützung sowie Krisenintervention oder Informationen zum weiteren Schulbesuch, alternativen Maßnahmen und Projekten stehen hier im Vordergrund. Die SchülerInnen lernen Termine zu vereinbaren, einzuhalten und Vereinbarungen umzusetzen.

Baustein VIII: Mit Begleitung zum Ziel / Vernetzt in Ausbildung

Dieses Vorhaben wird von der RheinEnergie Stiftung gefördert. Ehemalige SchülerInnen, die einen Ausbildungsplatz bekommen haben, werden durch eine externe sozialpädagogische Fachkraft als Ansprechpartnerin, die an das Berufswahlteam angebunden ist,  bei allen eventuellen Problemlagen begleitet. Ziel ist es, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden, beziehungsweise zumindest in einen geregelten Wechsel zu überführen. Um die Effizienz der Kontakte zwischen den Azubis und der Fachkraft zu erhöhen, soll die Kommunikation im Fortsetzungsvorhaben „Vernetzt in Ausbildung“ über eine Website laufen, die mit Facebook verlinkt ist. Dabei ist Facebook ein für Jugendliche attraktives Forum, wodurch die Kontaktgestaltung zu ihnen barrierefreier gestaltet werden kann.

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